Ein Wappen der Familie Coldewey ?

Angeregt durch die Frage von Renate Messall nach einem Wappen, habe ich aus meinen gesammelten Unterlagen eine Einladung zu einem Coldewey-Familientreffen am 28. 8. 1949 herausgesucht, sie zeigt auf der ersten Seite ein Wappen. Auf meiner Coldewey-Seite ist die Einladung beschrieben.

Ich erhielt dieses Dokument im Mai 2001 von Willy Coldewey aus Neuenburg, zusammen mit einigen Daten seiner Familie, die aus Westerstede stammt. – Unser gemeinsamer Vorfahr ist Heinrich Coldewey, geboren 1706 in Jaderberg, der 1732 nach Westerstede heiratet und dort als Nachfolger seines Schwiegervaters Johann Möhlmann Untervogt von Westerstede wird. Dieses Amt bleibt über drei Generationen in der Familie bleibt.

Es wird eine große Familie mit zahlreichen Nachkommen. Nach 300 Jahren treffen zwei Zweige des Coldewey-Stammes mit Wohnort Neuenburg wieder aufeinander. Erst mit den Daten von Willy Coldewey im Zusammenhang mit einem Stammbaum von Dr. Margret Coldewey-Langauer aus der Schweiz konnte ich die Verbindung zu meinem Stammbaum herstellen.

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Meine neue Seite “Lebensbilder” ist eröffnet.

Aus Dokumenten, Photos, Erzählungen und Erinnerungen habe ich versucht, das Leben meiner Urgroßeltern  Johann Louis Leiner und seiner Frau Amanda Nathalie Hilbert nachzuzeichnen. Ich stelle fest, dass ich nur ein paar einzelne Puzzleteile setzen konnte, ohne sie wirklich zu verbinden. Aber seit ich im letzten Sommer Louis´Geburtsort in Lithauen gesucht und besucht habe, hat er mich nicht wieder losgelassen. Nun, dann muss seine Biographie so lückenhaft bleiben, wie sie jetzt ist, falls mir nicht doch noch jemand etwas mehr aus dem Leben meiner Urgroßeltern erzählt.

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Ein Lob auf die Technik

Da reise ich etliche Seemeilen über die Ostsee und reichlich Kilometer durch Litauen, Polen und Deutschland und suche nach den Spuren der seit Jahrhunderten verstorbenen Vorfahren!  Und erst durch den Anruf einer netten, sehr lebendigen Stimme werde ich gewahr, dass ich eine Cousine 2. Grades habe, die längst nicht so weit entfernt wohnt. Kerstin suchte im Internet nach “Leiner” und landete auf dieser Seite. Ich freue mich, dass sie dann auch zum Telefonhörer griff. Nun haben wir fast eine Stunde miteinander geklönt und ich denke, das war nicht das letzte Mal.
Über die Familienforschung und die Daten im Internet vergrößert sich nicht nur die Anzahl meiner Ahnen, es erweitern sich auch die Kontakte zu lebenden Familienmitgliedern. Kerstin ist schon die dritte Person, die sich bei uns gemeldet hat. Vor ein paar Jahren wurde der Bruder meiner Mutter von einer Frau angerufen, die sich als Cousine Käte vorstellte und wiederum zu einem weiteren Cousin -Manfred- Verbindung hatte. Beide wurden im ehemaligen Westpreussen als Kinder der Geschwister meiner Urgroßmutter geboren.  Diese Geschwister hatten in den Wirren des Krieges den Kontakt zueinander verloren. 
Nach mehreren Telefonaten trafen sich dann irgendwann Ruth, Rolf, Käte und Manfred, alle in den hohen Siebzigern. Etwa 60 Jahre hatten sie sich nicht gesehen und nicht gewusst, dass es die anderen noch gibt. Seit ca. 5 Jahren halten sie nun regelmäßigen Kontakt über Telefon und E-mails und besuchen sich gegenseitig.

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Da graut es den Ahnenforscher

Ein Eintag im Bockhorner Sterberegister vom 2.6.1821

Ein Fremder, erhängt gefunden in der Hermann Grabhorn Scheune zum Steinhauser Siel. Name und Heimat noch unbekannt.

Hoffentlich sucht den niemand!

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Kurkeninken???

Den Ort Kurkeninken finde ich nicht, obwohl das Amt Balgarden 1810 angegeben ist, das liegt nahe Tilsit.
1820 und 1823 finde ich dann in Wahlprotokollen für den Vorsteher der Salzburger Anstalt Gumbinnen unter den Wahlmännern den “Schulze(n) und Dorfs Richter Herr(n) Leinert aus Karteningcken, Kr. Tilsit“. Diesen Ort gab es 10 km südlich von Tilsit, er hieß 1939 Kartingen. Inzwischen gibt es ihn nicht mehr.

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Saltzburger Schultzen 1787

2008 hab ich in Geheimen Staatsarchiv Preussischer Kulturbesitz in Berlin-Dahlem ein Schriftstück kopieren lassen, in dem die “Schultzen der Saltzburger Colonie” des Gumbinner Regierungs-Departements den Preussenkönig Friedrich Wilhelm II (1786-1797) um den Erhalt und die Erneuerung eines “Societäts-Contractes” von 1736 bitten. Sie stellen darin gleichzeitig sehr selbstbewußt ihre gehorsame Pflichterfüllung und Verläßlichkeit dar. Einer dieser Schultzen ist George Leinert aus Kurkeningken und unter anderen Unterschriften - von z.B. Piltzecker, Capeller, …, …, Bachler, Hegennwallner(?) …, …, Wallner, Romoser, Oberbichler, … – ist seine eigenhändige auf dem Schriftstück. Über 220 Jahre alt!!!  

Eigentlich weiß ich nicht einmal, ob dieser Leinert wirklich zu meinen Vorfahren gehört, aber der Bittbrief aus der damaligen Zeit ist an sich schon inhaltlich und sprachlich so interessant, dass ich ihn einfach als Kopie mitnehmen musste. Nun habe ich ihn endlich transkribiert.  Vielleicht finde ich ja auch irgendwann den familiären Zusammenhang, denn an dieser Familie habe ich wohl noch lange zu forschen.

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Rezept: Beetenbartsch

Für Liebhaber von roten Rüben und herzhaft süß-sauren Gerichten

3 große rote Beeten säubern, aber nicht verletzen, mit Wasser bedeckt etwa 40 Minuten gar kochen, die Haut abziehen, raspeln, und mit
3 Eßl. Essig und 1 Teel. Zucker mischen.

1 kg Suppenfleisch vom Rind, gut durchwachsen, mit Wasser bedeckt mit
1 Bund Suppengemüse, 2 Zwiebeln, 1 Lorbeerblatt, Salz etwa 60 Minuten bei geringer Hitze gar kochen
Brühe – wer mag – durchgießen
Fleisch würfeln

2 Eßl. Mehl und etwas süße Sahne verrühren und die Brühe damit leicht binden
mit Zucker, Salz, Majoran, evtl. noch etwas Essig, kräftig süß-sauer würzen

Fleischwürfel und rote Beete unterheben und bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen
nochmals abschmecken
dazu 1/8 l Schmand oder saure Sahne als leckere Ergänzung und Dekoration
und Salzkartoffeln

Eigentlich soll man Beetenbartsch mit dem Löffel essen. Mir ist er aber eher ein bisschen dicker, wie ein Gemüseeintopf geraten. Das lässt sich aber ja mit etwas Sahne oder Wasser so regeln, wie man das möchte.
Na dann – guten Appetit!

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Marie Mathilde Frenzel und Herr Förster

Meine Ur-Ur- Großmutter Marie Mathilde Frenzel ist Tochter von Leopold Frenzel und Henriette, geborene Faltinat. Er ist um 1840 Grenzkontrolleur in Kreywöhnen an der russisch-litauischen Grenze.

Marie Mathilde wird etwa 1837 in Paszieszen, 15 km südöstlich von Heydekrug, wahrscheinlich im Kirchspiel Werden, geboren. 1860 bekommt sie einen unehelichen (oder voreheliche?) Sohn Rudolf Frenzel, der 1896 in Tilsit stirbt.

Ungefähr 1863 heiratet sie einen Herrn Förster. Von ihm ist mir gar nichts weiter bekannt, auch nicht der Vorname. Das Paar lebt in Stepponiszken und bekommt dort drei Söhne. Von dem ersten, Otto Förster, geboren am 14. August 1864, weiß ich gar nichts weiter. Er stirbt am 19. November 1913 in Tilsit. Georg AUGUST Förster wird am 19. April 1866 geboren. Er ist Schuster und heiratet Auguste Sziborr. Sein erster (?) Sohn Walter wird etwa 1894 geboren, der zweite etwa 1896. Er wird Rudolf genannt, wahrscheinlich nach dem wohl im gleichen Jahr verstorbenen Halbbruder. August und Rudolf sterben um 1914. Das dritte Kind ist eine Tochter. Margarethe LIESBETH Förster wird am 12. Oktober 1899 geboren. Sie heiratet am 20. 11. 1923 in Memel Willy BRUNO Kamm und stirbt 1961 in Köln.

Der dritte Sohn, Gustav Förster, geboren 18. Juni 1868, heiratet Justine Sziborr, eine Schwester seiner Schwägerin, und hat mit ihr drei Töchter Gertrud, Edith und Hedwig, die etwa zwischen 1894 und 1900 geboren werden. Gustav ist Polizist in Danzig und lebt in Danzig-Langfuhr. Zu diesem Halbbruder geht mein Urgroßvater, der mit 10 Jahren Vollwaise ist. Oder lebt Otto, von dem ich nichts weiß, auch in Danzig? Mein Urgroßvater nennt später einen seiner Söhne Otto!Von Stepponiszken nach Danzig – das muss auch damals schon ein Kulturschock gewesen sein. Am 4. November 1935 stirbt Gustav in Marienburg.

Zu allen diesen Vorfahren habe ich keine genaueren Daten. Es könnte auch sein, dass sich die Förstersöhne nach der Heirat ihrer Mutter mit Carl Johann Leiner auch Leiner genannt haben, also Otto Leiner, Gustav Leiner und Georg August Leiner. Frenzel und Faltinat sind schon lange tote Punkte. Falls jemand irgendwo anknüpfen oder ergänzen kann, den bitte ich um Mitteilung.

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Beetenbartsch

Eines unserer Lieblingsgerichte auf der Reise durch Litauen und Polen war Salat aus roten Beeten in allen Variationen. Es gab ihn in großen Supermärkten und Markthallen, frisch oder abgepackt, mit weißen Bohnen oder Wurststückchen, sahnig  oder pur – aber immer sehr lecker  – etwas süß-sauer.
Zu Hause lese ich im Heimatrundbrief “Land an der Memel” Nr. 78 eine kleine Geschichte von Betty Römer-Götzelmann und darin sagt jemand :”..Betty, ich bin so jacherig nach Beetenbartsch,…” Merkwürdiger sprachlicher Ausdruck! Ich merke ihn mir. Daneben steht das Rezept mit roten Rüben, Essig und Zucker, herzhaft süß-sauer.   Klingt lecker!    Etwa eine Woche später sehe ich auf einem Büchertisch ein kleines Kochbuch mit dem Titel “Von Beetenbartsch bis Schmandschinken” von R. M. Wagner. Schon wieder dieses Wort – und ich verbinde es mit “jacherig”.  Einige Stunden später kam “Beetenbartsch” auch noch in einem Vortrag über und mit Erinnerungen an Ostpreussen vor, das Wort “jacherig” nicht, aber ähnlich liebenswert witzige Ausdrücke, über die ich schmunzeln musste: Glumse, Fleck, Klunkermus, schabbern und plachandern, verpimpeln, stuckerig, Gnietschkopp, usw.
Gestern gab es nun bei uns den (?) ersten “Beetenbartsch”! Die reichliche Menge des Rezeptes für vier Personen haben wir zu zweit mittags und abends erledigt. Ich kann also nun verstehen, dass jemand “jacherig” danach ist. Dieses Gericht wird es wohl noch öfter bei uns geben. Leider habe ich keine Beurteilungsmöglichkeiten, ob ich es “echt ostpreussisch” abgeschmeckt habe, denn niemand in meiner Familie hat jemals “Beetenbartsch” zubereitet. Mein Mann behauptet allerdings, so etwas in der Art habe er oft in Polen gegessen – mit einem Klacks Schmand.

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Liste der Gefallenen im 1. Weltkrieg

Vor einigen Tagen hab ich meiner Freundin Irmi im Staatsarchiv Oldenburg geholfen, Listen der Gefallenen des 1. Weltkrieges zu durchsuchen. Sie enthalten oft neben -mehr oder weniger ausführlich beschriebenen Todesarten und den Ort des Begräbnisses- auch andere interessante Daten für Familienforscher wie Geburtsdatum und Beruf. Außerdem sind bei Ledigen die Eltern mit Beruf und Wohnort angegeben und bei Verheirateten Beruf und Wohnort, der Geburtsname der Frau  und die Anzahl der Kinder.

Ich war überrascht über die genaue Erfassung der Daten toter Soldaten.

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